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„100 Jahre Salzstreuer“ Das Jahr 1919 als fester Zeitpunkt für das Erscheinen der Salzstreuer auf den  Esstischen der Welt ist, vorweg bemerkt, willkürlich gewählt. Gefäße zum Streuen von  Gewürzen kann man schon auf mittelalterlichen Gemälden entdecken. Auch in den  Schreibstuben standen Streuer für Sand bereit, mit dem die feuchte Tinte getrocknet  wurde.  Die besondere Eigenschaft des Salzes, durch die Luftfeuchtigkeit zu verklumpen und  dadurch die Streufähigkeit zu verlieren, lässt die Verwendung von Gewürzstreuern für  Salz vor Ende des 19. Jahrhunderts allerdings zweifelhaft erscheinen.   Bis in die Neuzeit hinein wird Salz auf den Speisetischen in offenen Schalen, Salieren,  aufgetischt. Das frisch gemörserte Salz darin nahm man mit kleinen Löffelchen oder auf  der Messerspitze. Das Salz zwischen zwei Fingerspitzen aus der Saliere zu nehmen, galt  als unfein. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden die ersten Patente auf  Salzstreuer erteilt.   Als Bezugspunkt für diese Ausstellung wurde die Anmeldung des Gebrauchsmusters  eines Salzstreuers 1919 gewählt. Raoul Heinrich France´ wurde ein spezieller Streuer  zum Gebrauchsmuster Nr. 723730 beim Deutschen Patentamt eingetragen. Das  Besondere an diesem Streuer war, dass R.H. France´ sich bei dessen Entwicklung die  Mohnkapsel zum Vorbild nahm. So gilt France´ als Pionier der Bionik, eine Wissenschaft,  welche die Natur als Vorbild für technische Ingenieurleistungen nimmt.  Seit 2004 sammelt Gabriele Lohrengel für den Grasleber Museumsverein „Der  Markgrafsche Hof - Museum Grasleben e.V.“ Salzstreuer. Mit Unterstützung von vielen  Mitsammlerinnen und –sammlern sind mittlerweile über 2700 Stück  zusammengekommen. Die Vielfalt von Kunst bis Kitsch, des verwendeten Materials, der  Manufakturen und der Herkunft scheint schier unbegrenzt.  Eine kleine, exemplarische Auswahl seiner Streuersammlung zeigt der Grasleber  Museumsverein in seiner neuen Sonderausstellung, die am 11. März um 17:00 Uhr unter  dem Titel „100 Jahre Salzstreuer“ eröffnet wird. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist  frei. 
Unser Museum und die Kaffeestube sind von März bis Juni und September bis Dezember Sonntags von 14:30 bis 17:00 Uhr geöffnet (außer Oster- und Pfingstsonntag).   Für Gruppen von 10 bis 25 Personen kann auch an anderen Tagen ein Besuch der Kaffeestube auf Wunsch mit Führung durch die Ausstellungen vereinbart werden.  
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